ZEIT für Erinnerungen

by · Dezember 26, 2010

„Das musst du aufschreiben, das darf nicht verlorengehen.“ Haben Sie diesen Gedanken schon selbst gehabt? Oder sind Sie mit dieser Bitte bereits mehrfach an einen lieben Menschen herangetreten? Und dann ist doch nichts passiert, weil die Worte und die Ruhe fehlten? „Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann“, lautet ein kluger Ausspruch der großen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Jetzt, da die Tage wieder kürzer und kälter werden, die „stade Zeit“ beginnt, kommt man vielleicht endlich dazu, sich doch Zeit zu nehmen für seine Erinnerungen.

Was früher nur Berühmtheiten und Menschen mit außergewöhnlichen Lebensläufen vorbehalten war, gibt es nun schon länger auch für Privatleute: die Biografie. Sie ist die schönste und langlebigste Form, Kindern, Enkeln, Verwandten und Freunden das eigene Leben in all seinen Facetten zu schildern. Man kann mitteilen, was man schon immer einmal sagen wollte, und erklären, wofür man im Gespräch vielleicht nie die Worte gefunden hat. Für die Nachfahren ist es spannend und lehrreich zu erfahren, wie Menschen die Epoche erlebt haben, wie historische Erfahrungen verarbeitet wurden und welche Bedeutung frühere Erfahrungen für spätere Phasen der Geschichte hatten.

Was wird von mir bleiben? Das ist oft die treibende Frage, die jemanden zur Autobiografie führt. Wir machen Erfahrungen, verwirklichen Ziele und Träume, gründen Familien, bauen etwas auf – und geben unserem Leben einen Sinn. Doch wie viel lässt sich davon bewahren? Was können, was wollen wir unseren Nachkommen weitergeben, wenn wir einmal nicht mehr sein werden. Ein solch persönliches Resümee der Vergangenheit gibt Gelegenheit, Unterlagen zu sortieren, Wichtiges von Belanglosem zu trennen und über alledem das eigene Leben zu ordnen und sich darüber Rechenschaft abzulegen. Für manch einen hat es sogar eine fast therapeutische Wirkung, Erlebtes zu verarbeiten.

Es ist dieses elementare Bedürfnis nach dem Bewahren und Weiterreichen von Erlebtem, das MEANDIS mit Firmensitz in Nymphenburg in der Hubertusstraße zu verschiedenen Varianten von privaten Lebensdokumentationen inspiriert hat. Die Biografen tauchen sensibel mit dem zu Porträtierenden in die Vergangenheit ein. Viele Fragen und ein gemeinsamer Blick in Fotoalben, stoßen die Erinnerung an. Wo die Grenzen des Erzählenwollens liegen, was zu privat oder aus seiner Sicht belanglos ist, entscheidet allein der Biografierte. Neben der Erstellung von Auto-biografien in der klassischen Buchform, als Hörbuch oder im Videoformat hat meandis eine multimediale Biografie entwickelt. Die digitalen Lebensdokumentationen von MEANDIS beschreiben den Menschen nicht nur in chronologisch-biografischer Form, sie binden die bunte Vielfalt an Lebenszeugnissen umfangreich ein – lieb gewonnene Fotos, Dokumente, Briefe, alte Audio- oder Filmaufnahmen. So werden Mundart, Gestik und andere typische Eigenheiten berücksichtigt und ergeben in Summe ein wunderbar authentisches Erbe auf DVD. Ob für sich selbst oder als Geschenk – (multimediale) Biografien sprechen jeden an, der ein Andenken bewahrt wissen möchte.

Historiker von meandis helfen beim Ordnen und Archivieren von familienrelevanten Unterlagen ebenso wie bei der Recherche nach Materialien, Informationen und – im genealogischen Kontext– Personen. Dabei entwerfen sie auch Stammbäume oder erklären Familienwappen.

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