Von der Amalfi-Küste in die Andréestraße. So schmeckt Zitronenglück

by · September 24, 2014

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München gilt als die nördlichste Stadt Italiens. Einer der vielen Belege dafür ist die Geschichte von Anna Lena Deeg: Dieser Münchnerin ist Italien schon als Kind oft begegnet, damals, als sie mit ihrer Familie gen Süden fuhr und die Sonnenaromen des Landes kennen und lieben lernte. Bella Italia wurde zur zweiten Heimat, und irgendwann begann auch noch die Mama den im Süden des Stiefels beliebten Zitronenlikör mitten in München nach einem alten italienischen Geheimrezept herzustellen. 2013 trat Anna Lena Deeg in ihre Fußstapfen und baute die Sache aus: In der kleinen Manufaktur „Felice Limone“ mitten in Neuhausen produziert sie Limoncello nach traditioneller Art und in kleiner Auflage.

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Die Farbe: ein leuchtendes Zitronengelb. Der Geruch: zitronig, aromatisch und betörend gut. Der Geschmack: samtig süß und herrlich frisch. Anna Lena Deeg weiß, dass ein Limoncello nicht zu süß und gar nicht bitter schmecken darf. Darum verlässt sie sich ausschließlich auf handwerklich sorgfältige Verarbeitung und allerbeste Zutaten: Sie vertraut der Geduld ihrer Hände und kauft die Früchte dort ein, wo sie am besten sind. Weil Zitronen im Winter reifen, empfehlen sich Frühjahr und Sommer für die Limoncello-Produktion. Bevor es losgehen soll, nimmt Anna Lena Deeg ihr kleines blaues Auto, fährt nach Kampanien und holt saftige und pralle Früchte direkt von der Zitronenfarm im Süden Neapels. Alle sind unbehandelt und unter Idealbedingungen an der malerischen Amalfi-Küste gereift.

Drei Tage lang schält sie dann den gut gewaschenen Rohstoff. Maschinen könnten nicht so präzise arbeiten und würden mit dem Weiß zwischen Schale und Frucht – auch Mesokarp oder Albedo genannt – Bitterstoffe ins Spiel bringen. Die Zitronenschalen werden in reinen Alkohol eingelegt, damit sich ihre Aromastoffe lösen. Nach einigen Wochen wird Wasser und Zucker beigegeben, wieder gewartet und schließlich steht das Filtern auf der Tagesordnung. Nun kann der junge Limoncello getrunken oder abgefüllt und lang gelagert werden.

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Für die Vermarktung hat sich Anna Lena Deeg für ein besonderes Flaschendesign aus spanischer Hand entschieden: „Felice Limone“, das Glück der Zitronen, wird von reisenden, Musik hörenden, lesenden, schlafenden, küssenden, sich sonnenden Zitronen optisch übersetzt. Die Etiketten sind handbedruckt, wurden schon mit dem wichtigsten Design-Preis Spaniens, dem „Laus de Plata“, ausgezeichnet – und machen jede Flasche zu einem Unikat. So springt das Glück auf uns, die Genießer des Drinks über, vor allem, wenn der Limoncello gut gekühlt oder auf Eis serviert wird. Wunderbar schmeckt er auch in Longdrinks, zum Beispiel als Sprizz oder ganz königlich im Prosecco, mit einer Orangenscheibe als Krönung.

Rund 600 Flaschen hat Anna Lena Deeg 2014 produziert. Kurz nach den jeweiligen Produktionsterminen sind zahlreiche Gläser einer aromatischen Zitronenmarmelade entstanden, weil auch das Fruchtfleisch eine Verwendung sucht. In ihrem eigentlichen Leben ist die Zitronenfreundin Doktorandin: Sie hat Nordistik studiert und wird in diesem Jahr ihren Abschluss in dieser Fachrichtung erwerben. Warum sie sich nebenbei so viel Mühe macht? Weil sie Limoncello liebt. Weil sie Italien und den Genuss liebt. Weil kein gekaufter Limoncello ihr so gut schmeckt wie der, den sie selbst produziert. Vielleicht wird ja irgendwann eine noch größere Sache daraus?

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www.felicelimone.com

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Diskussion1 Comment

  1. Stefanie S. sagt:

    Super, dass Anna Lena ihren Traum verwirklicht hat.
    Das ganze S&AM – Marketingteam freut sich und gratuliert!

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